Compliance · Dokumentation

    Wie tief muss Kita-Konformität gehen?

    § 45 SGB VIII sagt nur, dass eine Betriebserlaubnis da sein muss. Die Granularität steht im Landes-KiTaG und in der Aufsichtspraxis: Bayern oft Jahresmittel, Rheinland-Pfalz tagesgenau. Gesetzlich reichen meist Tag, Woche oder Monat. Im Vorfall zählt die Minute.

    Zwei Wege: Live halten, oder auf der Stufe dokumentieren, die Ihr Land fordert. Bienenstock speichert Anwesenheit unveränderlich. Reports für jeden Zeitraum bleiben möglich, egal welchen Weg Sie wählen.

    Stand 2026-05-27

    Drei Panels: Live 68 % im Moment, Tagesdurchschnitt 74 % über den Tag, und Umschalter zwischen Live- und Tages-Compliance - Optimieren wie Sie möchten

    Zwei Wege

    Live halten, oder periodisch glätten

    Kombinierbar je Bereich: Krippe oft enger, Hort oft loser. Die Live-Quote kann überall mitlaufen.

    Live

    Empfohlen

    Quote aus Check-in, sekündlich. Unter 1,0 ist grün. Setup einmal: Kinder und Personal scannen.

    • Monat, Woche und Tag sind automatisch mit abgedeckt.
    • Zwei-Fachkraft-Prinzip und Aufsicht in der konkreten Minute.
    • Frühwarnung, bevor es eng wird.

    Tag, Woche, Monat

    Sie dokumentieren auf der Stufe, die das Land fordert. Schwankungen glätten sich. Zwei-Fachkraft-Prinzip und Aufsicht bleiben trotzdem jederzeit.

    • Mehr Spielraum bei Brückentagen, Fortbildung, Schließtagen.
    • Spiegelt Jahres- und Quartalsmittel vieler Länder.
    • Weniger Erfassung im Tagesgeschäft.

    Live ist der kürzere Alltag: keine Bilanz am Abend. Kinder haben Personal dort, wo der Schlüssel es verlangt. Periodisch braucht mehr Vorausplanung durch die Leitung.

    Wenn es eng wird

    Fünf Hebel in derselben App

    Kommt selten so weit: mit Live wird die Planung genauer. Falls doch, greifen dieselben Werkzeuge.

    • Modus wechseln

      Kurz auf Stunden- oder Tagesoptimierung, mit Audit-Spur.

    • Eltern warnen

      Nachricht, sobald ein Engpass kommt, inkl. früher Abholung.

    • Modell umstellen

      Beim Check-in Ganztag auf Halbtag: Quote sinkt sofort.

    • Freie Plätze

      Eltern sehen, wann Auslastung wieder fällt.

    • Ampel

      Grün, gelb, rot für Bringzeiten.

    Unabhängig vom Weg

    Weitere Vorgaben laufen mit

    Nicht nur der Schlüssel. Schwellen kalibriert Bienenstock auf Ihr Land.

    • Zwei-Fachkraft-Prinzip und Mindestpräsenz
    • Fachkraftquote über den Bezugszeitraum
    • Maximale Gruppengröße je Altersmix
    • Altersgrenzen (z. B. Säuglinge in der Krippe)
    • Fachkraft-zu-Hilfskraft-Verhältnis

    Aufsicht

    Routine prüft grob, der Vorfall prüft fein

    Ohne Anlass reichen Stellenplan und Monatsbericht fast immer. Unfall, Beschwerde, Versicherung: „Was war am 14. März zwischen 11 und 12?“ Wer nur Mittel hat, hat keine Antwort. Live deckt die gesetzliche Stufe und die Minute.

    Excel-Berichte für beliebige Zeiträume, Daten nur für Ihre Kita, DSGVO. Zusätzlich lokal sichern, wenn Sie das wollen.

    Alltag

    Was Live in der Gruppe ändert

    Personal dort, wo Bedarf ist

    Springer und Pausen nach Quote, nicht nach Bauchgefühl.

    Mehr Ruhe für Kinder

    Leitung löst weniger Schlüssel-Rätsel.

    Eltern sehen Belegung

    Weniger Streit am Bringbord.

    Muster früh

    Spitzen und Engpässe Wochen vorher, nicht hinterher.

    Häufige Fragen

    Reicht eine Excel-Tabelle mit Monatsbilanz für die Betriebserlaubnis?

    Im Routinebetrieb meist ja: das Landesjugendamt prüft nach § 45 SGB VIII typischerweise stichprobenhaft anhand von Monats- oder Quartalsberichten. Bei Vorfall, Versicherung oder Elternbeschwerde zählt, was Sie rückwärts nachweisen können.

    Welche Bundesländer akzeptieren Monatsmittel statt tagesgenauer Werte?

    Brandenburg (Quartal), Berlin (Fachkraftquote im Quartal), Bayern (Anstellungsschlüssel als Jahresmittel), Sachsen (monatliches Förder-Reporting). Hamburg, Hessen, NRW prüfen wochengenau; Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Saarland tagesgenau. Details stehen in den Bundesland-Seiten.

    Wann ist Tages-Compliance riskant trotz gesetzlicher Erfüllung?

    Wenn ein konkreter Aufsichtsmoment kippt: Mittag, Übergabe, Bring- und Abholrand. Tagesmittel können grün sein, während die Minute unter Mindestbesetzung lag. Aufsichtspflicht (§ 832 BGB) und Versicherung bemessen sich nach der Minute des Vorfalls.

    Was bedeutet „live“ im Audit-Kontext?

    Kein Live-Stream fürs Jugendamt. Es heißt: für jede Minute der Betriebszeit rekonstruierbar, welche Kinder und Fachkräfte da waren und welche Quote daraus folgte. Statutorisch nicht gefordert, im Streitfall die belastbare Granularität.

    Kann ich die zwei Wege je Bereich kombinieren?

    Ja. Krippe ist aufsichtskritisch und sollte mindestens tagesgenau laufen. Hort wird in manchen Ländern wochenweise abgerechnet. Die Live-Quote kann überall mitlaufen, Reports je Bereich auf der gewählten Stufe.

    Wie hoch ist der Mehraufwand für Live-Dokumentation?

    Kein Mehraufwand, oft weniger. Check-in/-out läuft im Hintergrund. Die Einrichtung ist zu keinem Zeitpunkt überbelegt; periodische Dokumentation erzeugt genau dann Folgeaufwand, wenn Soll und Ist auseinanderlaufen.

    Wie lange muss ich Dokumentation aufbewahren?

    Personalakten oft 10 Jahre nach Ende. Förderbelege folgen der Landeshaushaltsordnung (häufig 5–10 Jahre). Aufsichtsrelevante Beweise so lange, wie Ansprüche möglich sind. Die genauen Fristen klären Träger und Versicherung.

    Was passiert bei einer Stichprobe ohne Live-Daten?

    Zuerst Stellenplan, Belegung, Anwesenheit. Reichen Monats- oder Wochenberichte, ist die Probe oft zu Ende. Kommt ein Anlass dazu, wird nach dem Tag gefragt. Mit Bienenstock liegen Anwesenheiten unveränderlich vor. Live als Weg meint die Einhaltung in Echtzeit, nicht nur die spätere Abfrage.